Gesundheit : Der Osten lebt immer länger

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Seit der Wiedervereinigung erreichen immer mehr Menschen in Ostdeutschland ein höheres Alter. Von 1989 bis 2002 stieg die Lebenserwartung der Frauen von 76,3 auf 81,2 Jahre. Auch Männer werden mit 74,7 Jahren fünf Jahre älter als noch 1989, stellten Wissenschaftler des MaxPlanck-Instituts für demografische Forschung in Rostock fest. Die Lebenserwartung im Osten habe sich damit der im Westen beinahe angeglichen.

Im 20. Jahrhundert ist die Lebenserwatung der deutschen Bevölkerung insgesamt um mehr als 30 Jahre gestiegen. Sie unterschied sich bis Mitte der 70er Jahre in Ost und West kaum. Anschließend aber erhöhte sie sich in der ehemaligen Bundesrepublik wegen der immer besseren medizinischen Versorgung und des zunehmenden Wohlstandes rapide, in der ehemaligen DDR dagegen stagnierte sie weitgehend.

Einen Grund dafür sehen die Forscher darin, dass viele alte Menschen unter chronischen Krankheiten leiden, deren Diagnose und Behandlung teuer ist. Insbesondere ihnen habe das Gesundheitswesen der DDR keine adäquate medizinische Betreuung bieten können. Seit der Wiedervereininung habe sich auch die materielle Situation der älteren Menschen im Osten verbessert. Das Rentensystem begünstige unter anderem Frauen, die lange Jahre berufstätig waren.

Auch im Westen ist die Lebenserwartung seit der Wiedervereinigung weiter gestiegen, allerdings nicht so rasch wie im Osten: bei Frauen im Mittel von 79 auf 81,4 Jahre und bei Männern von 72,7 auf 75,9 Jahre. tdp

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