Gesundheit : Der Präsident der HRK fordert mehr Geld für Bildung

KNA

Eine bessere Finanzausstattung der Hochschulen hat der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Klaus Landfried, gefordert. Bund und Länder müssten neue Prioritäten zu Gunsten der Bildung setzen. Absichtserklärungen der Politik hätten sich in vielen Bundesländern als Schönfärberei erwiesen. Die laufenden Ausgaben für Forschung und Lehre hielten "nicht einmal mit der Kostenentwicklung Schritt".

Der HRK-Präsident äußerte sich zu den in dieser Woche veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes, nach denen sich die finanzielle Lage der Hochschulen seit 1997 weiter verschlechtert hat. Laut Bundesamt stiegen die Ausgaben für Lehre und Forschung um 1,2 Prozent auf 50,9 Milliarden Mark. Gleichzeitig betrug die Preissteigerungsrate jedoch 1,8 Prozent, und die Personalkosten stiegen um 1,3 Prozent.

Landfried sagte, die Steigerung der Hochschulausgaben sei allein auf zusätzliche Einnahmen bei den Universitätskliniken und auf höhere Einwerbungen von Drittmitteln zurückzuführen. Drittmittel machten mit 4,7 Milliarden Mark inzwischen 9,2 Prozent aller Hochschulausgaben aus. Es bestehe aber die Gefahr, dass die Hochschulen für den Bereich der Lehre, für den es keine Geldmittel aus der Wirtschaft und von privaten Gebern gibt, finanziell ausbluten.

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