Gesundheit : Der Protestsommer beginnt Studenten-Demo mit Festnahmen in Hamburg

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Die Proteste von Studenten gegen die Einführung von Studiengebühren spitzen sich zu – zumindest in Hamburg. Die Polizei nahm gestern 35 Studenten vorübergehend fest, als diese das Hauptgebäude und ein Verwaltungsgebäude der Universität Hamburg und einige Kreuzungen blockierten. Studentenvertreter sagten, die Polizisten hätten Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt. Die Polizei bestätigte das nicht. Die Studenten wollen in den nächsten Wochen weiter gegen Studiengebühren protestieren – aber nicht streiken. „Die Univerwaltung soll gestört werden, nicht der Lehrbetrieb“, sagt AstaSprecher Sven Wirth. In Hamburg dürfen die Hochschulen ab dem kommenden Jahr Gebühren erheben. In welcher Höhe und in welchen Fächern die Studierenden zahlen sollen, dürfen die Unis teilweise selber entscheiden. Bei einer Urabstimmung sprachen sich in der vergangenen Woche mehr als 13000 Studenten gegen Gebühren aus. Die Uni-Leitung wolle sich für ein Deeskalieren der Proteste einsetzen, sagte ein Sprecher.

Auch in Baden-Württemberg gibt es Proteste gegen Studiengebühren. An der Freiburger Universität halten Studenten seit acht Tagen das Rektorat besetzt. Sie wollen bis Donnerstag durchhalten; bislang will die Unileitung nicht räumen lassen. Im Februar hatten Studentenvertreter bundesweit einen „heißen Protestsommer“ gegen Gebühren angekündigt. tiw

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