Gesundheit : Der schnelle Blick ins Herz

Medizin, Verkehr, Elektronik und Chemie: Vier Forschergruppen kandidieren für den Zukunftspreis

Gideon Heimann

Es kann nur einen geben – einen Träger des Deutschen Zukunftspreises. Aber schon die Tatsache, von der Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft zum Anwärter ernannt worden zu sein, bringt viel Renommee, betonte Staatssekretär Rüdiger Frohn, Chef des Bundespräsidialamtes, am Donnerstag bei der Vorstellung eben jener vier Kandidaten.

Wie in jedem Herbst seit Einführung des Preises im Jahr 1997 wird es auch diesmal spannend. Die Auswahlkommission hatte aus 60 Vorschlägen auszuwählen, die Endausscheidung findet am 3. Dezember statt. Zwei der aktuellen Kandidaten befassen sich mit Verfahren, die den Straßenverkehr sicherer machen können, eine Technik vereinfacht Untersuchungen bei Menschen, die von Herzinfarkten bedroht sind und eine Entwicklung kommt aus dem Bereich der Enzymchemie.

Der Deutsche Zukunftspreis – der Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation, wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft finanziert. Der Gewinner erhält immerhin 250 000 Euro. Die Auszeichnung soll in einem nationalen Leistungsvergleich hervorragende technische, ingenieur- oder naturwissenschaftliche Innovationen hervorheben, der Öffentlichkeit die in Deutschland vorhandenen wissenschaftlichen und technischen Potenziale zeigen, ein technik- und innovationsfreundliches Klima schaffen.

Ausgezeichnet wird eine Leistung von Einzelpersonen oder auch von Gruppen, die gute Aussichten hat, tatsächlich in die Produktion zu gelangen. Sie sollte daher patentfähig oder gerade in die Anwendung gekommen sein. Das Ziel des Preises liegt aber auch darin, den Zusammenhang zwischen der Entwicklung technisch hochwertiger Produkte und dem Entstehen neuer, qualifizierter Arbeitsplätze darzustellen. Eine Aufgabe, der gerade in dieser Zeit eine immense Bedeutung zukommt.

Preisträger im vergangenen Jahr war Wolfgang Wahlster vom Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Saarbrücken. Seine Gruppe wurde für das Projekt „Sprachverstehende Computer als Dialog- und Übersetzungsassistenten“ ausgezeichnet. Und im Jahr 2000 waren es Fraunhofer-Forscher. Sie hatten das MP3-Codierungsverfahren für Audiodaten entwickelt, das aus der digitalen Musikaufzeichnung nicht mehr wegzudenken ist.

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