Gesundheit : Der Sieger verlor bei Lützen in der Nähe von Leipzig alles

Ingo Bach

Heute vor 367 Jahren, am 16. November 1632, verlor der kaiserliche Feldherr des Dreißigjährigen Krieges, Albrecht von Wallenstein, eine Schlacht bei Lützen in der Nähe von Leipzig. Doch er verliert dadurch auch seinen größten Gegner. Der schwedische König Gustav II. Adolf, der für die Protestanten kämpfte und gleichzeitig in den Jahren davor einen beispiellosen Beutezug durch Deutschland unternommen hatte, fiel in dem Kampf, den er selbst gesucht hatte.

Zwei Tage zuvor hatte Wallenstein, den damaligen Gebräuchen in der Kriegsführung entsprechend, seine Truppen zu einem Teil entlassen. Der Winter stand vor der Tür. Doch der Schwedenkönig, der zwei Monate zuvor bei Fürth eine unentschiedene Schlacht mit Wallenstein geschlagen hatte, hielt sich nicht an die Gebräuche. Überraschend fiel er am Abend des 15. November bei Lützen über die Kaiserlichen her. Doch die Nacht brach an. Damals war es nahezu unmöglich, in der Dunkelheit eine Schlacht zu führen. Wallenstein blieb so etwas Zeit, sich auf den Kampf vorzubereiten. Er brachte seine Artillerie in den Obstgärten von Lützen in Stellung und ließ in Windeseile Befestigungen anlegen.

Am nächsten Tag griff nach stundenlangem Kampf zwischen den etwa gleichstarken Heeren (Gustav 16 500 und Wallenstein etwa 15 000 Mann) der Schwedenkönig in einer kritischen Situation selbst ein. Von mehreren Kugeln getroffen, stürzte er vom Pferd. Erst am Abend, als die Kämpfe nachließen, vermissten die Schweden ihren König. Am Abend fanden sie ihn auf dem Schlachtfeld und schlugen wütend auf die Kaiserlichen ein. Doch wieder beendete die Nacht den Kampf.

Wallenstein, der 6000 Mann Verlust zu verkraften hatte, verspürte wenig Neigung, den Kampf fortzuführen und verließ das Schlachtfeld in der Nacht. Die führerlosen Schweden ließen ihn ziehen.

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