Gesundheit : Der Weg zur Professur: Jung-Professoren: Deutschland versus USA

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Den Plänen nach sollen Juniorprofessoren nicht einem Lehrstuhl, sondern dem Fachbereich zugeordnet sein, der sie mit Unterstützung externer Gutachter auswählt. Die Stelle ist mit eigenem Budget und einer "drittmittelfähigen" Grundausstattung ausgerüstet. Die Lehrverpflichtung des Juniorprofessors ist mit 4 bis 8 Semesterwochenstunden etwas höher als die eines Assistant-Professors an einer amerikanischen Research University. Nach drei Jahren wird die Leistung evaluiert. Amerikanische Assistant-Professoren werden jährlich evaluiert.

War der Zwischenbescheid negativ, kann der Juniorprofessor, der dann zwischen 32 und 35 Jahren alt sein soll, noch ein Auslaufjahr auf der Stelle bleiben und sich anderswo nach einer neuen Arbeit umsehen. Bei positivem Ergebnis wird die Stelle um drei Jahre verlängert. In dieser Phase soll der Nachwuchswissenschaftler sich um eine Lebenszeit-Professur bewerben. Die Berufung kann dann anders als bisher von der gleichen Universität kommen - aber nur, wenn der Wissenschaftler vorher einige Jahre an einer anderen Uni geforscht hat. In den USA darf sich niemand in den ersten fünf bis sieben Jahren nach seinem Master-Abschluss wieder an der gleichen Uni bewerben. Außerdem liegen zwischen der amerikanische Assistant-Professur und der Lebenszeit-Professur weitere sechs Jahre als (regelmäßig evaluierter) Associate-Professor.

Voraussetzung für die Juniorprofessur ist die Promotion. In Zukunft soll sie in Studiengängen nach amerikanischem Vorbild erreicht werden. Anders als die Amerikaner sollen die Deutschen aber nicht nach fünf, sondern schon nach drei (maximal vier Jahren) fertig werden. Die Kurse mit intensiver Betreuung sollen kostenneutral umgesetzt werden.

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