Gesundheit : Der Wissenschaftliche Mitarbeiter - auf dem Weg zum Doktortitel

Was machen Sie als Wissenschaftlicher Mitarbeiter?

Der Mitarbeiter. Michael Stillger (32) ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Informatik, Humboldt-Universität. Interview: Heike Anger

Was machen Sie als Wissenschaftlicher Mitarbeiter?

Ich habe eine Stelle auf fünf Jahre. In dieser Zeit kann ich meine Doktorarbeit schreiben, habe aber auch Lehrverpflichtungen. Die haben mich am Anfang ganz schön nervös gemacht. Ich war doch gerade selbst mit meinem Studium fertig und stand nun plötzlich auf der anderen Seite des Pults. Mit der Zeit bin ich aber viel selbstsicherer geworden. Meine Doktorarbeit schreibe ich in Schüben. An der Uni hat man viel Freiraum, sich seine Zeit einzuteilen. Es ist aber wichtig, sein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Finanziell verlangt die Arbeit an der Uni, zumindest in meinem Fach, eher Opfer. In der Industrie würde ich fast doppelt so viel verdienen.

Wie sind Sie Wissenschaftlicher Mitarbeiter geworden?

Solche Stellen werden ganz normal ausgeschrieben. Ich bin von München nach Berlin gegangen. Mir war wichtig, die Uni zu wechseln. Ich wollte nicht mehr der Studi sein, den der Professor aus der Vorlesung kennt, sondern gleichberechtigt meine Erfahrungen einbringen. Als Wissenschaftlicher Mitarbeiter ist man ja am Beginn der Unikarriere und eigentlich der Knecht. Es ist der übliche Start, um Professor zu werden. Und die Professoren, die sind meiner Meinung nach die Playboys unter den Beamten. Ob ich das selbst sein will?

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