Gesundheit : Deutsche und Russen forschen gemeinsam

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Deutschland und Russland haben eine vertiefte Zusammenarbeit in der Wissenschaft vereinbart. Die Kooperation konzentriere sich vor allem auf die Ingenieurswissenschaften, sagten Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn und ihr russischer Kollege Andrej Fursenko am Montag nach Gesprächen in Moskau. Bundeskanzler Schröder und der russische Präsident Putin hatten im Dezember eine Partnerschaft beider Länder in Wissenschaft und Bildung vereinbart.

„Die Ingenieurswissenschaften sind der Bereich, in dem Russland konkurrenzfähig ist“, sagte Fursenko. Gemeinsam mit Frankreich wollten Russland und Deutschland das hohe Niveau ihrer Ingenieursausbildung halten und zugleich ihre Abschlüsse international vergleichbar machen. Bulmahn nannte Optoelektronik, Biotechnologie, Informations und Kommunikationstechnologie als Bereiche einer engeren Zusammenarbeit. Noch in diesem Jahr solle in Moskau ein gemeinsames Zentrum für Laserforschung eröffnet werden.

Russland unterhalte mit keinem anderen Land derartig umfassende Wissenschaftskontakte wie mit Deutschland, sagte Fursenko. Er fürchte trotz verstärkter internationaler Kontakte keine Abwanderung russischer Wissenschaftler. In der unterfinanzierten russischen Wissenschaft müssten die Arbeitsbedingungen allerdings verbessert werden.

Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, eine der größten Wissenschaftsorganisationen Deutschlands, eröffnete am Montag in Moskau ein eigenes Büro. An der Moskauer Diplomatenhochschule MGIMO nahm zugleich ein deutschsprachiger Zusatzstudiengang Politische Wissenschaften den Betrieb auf. dpa

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