Gesundheit : Deutscher Arbeitsmarkt: Zuwanderung von Akademikern

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Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) will den deutschen Arbeitsmarkt für alle ausländischen Hochschulabsolventen öffnen. In einem Brief an die Zuwanderungskommission setzt sich Bulmahn dafür ein, dass "jeder Drittstaatler mit einem ausländischen Hochschulabschluss in Deutschland in Forschung, Lehre und Wirtschaft erwerbstätig werden kann". Das Ausländerrecht solle entsprechend verändert werden, schreibt die Ministerin an die Vorsitzende der Kommission, Rita Süssmuth. Das Gremium will seine Ergebnisse Ende Mai vorstellen.

Die Bemühungen um ausländische Fachkräfte dürften auch "nicht durch Einschränkung beim Nachzug und bei den Erwerbsmöglichkeiten von Familienangehörigen, insbesondere den Ehegatten, konterkariert werden". Schon heute bestehe ein weltweiter Wettbewerb um Wissenschaftler und Studenten, der sich in den nächsten Jahren wegen der Geburtenentwicklung noch verschärfen werde, schreibt Bulmahn. Die deutsche Wirtschaft habe bereits Wettbewerbsnachteile durch fehlende Fachkräfte. Einer Untersuchung zufolge habe der Fachkräftemangel bei jeder sechsten Firma in Industrie und Dienstleistung zu Streckung oder Abbruch von Innovationsprojekten geführt und diese bei 8500 Unternehmen ganz verhindert.

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