Gesundheit : Deutschland holt auf

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Die Europäische Union hat gegenüber den USA in der Forschung viel Boden gutgemacht. Zu diesem Trend tragen vor allem Wissenschaftler in Großbritannien und Deutschland bei. Sie haben in den vergangenen Jahren erheblich mehr bedeutende naturwissenschaftliche Forschungsergebnisse publiziert als zuvor. Das geht aus einer umfangreichen Studie hervor, die David A. King aus London, wissenschaftlicher Berater der britischen Regierung, heute im Fachmagazin „Nature“ (Band 430, Seite 311) vorstellt. Sie beruht auf der Auswertung der wissenschaftlichen Veröffentlichungen in weltweit 8000 Fachjournalen und 36 Sprachen. Als bedeutende Forschungsergebnisse gelten dabei jene, die von den jeweiligen Fachkollegen am häufigsten zitiert wurden. Deutschlands Stärke ist der Studie zufolge die Physik . Die Forscher hier zu Lande sind auf diesem Gebiet weltweit führend. In den Ingenieurswissenschaften sieht es ähnlich gut aus, da liegt die deutsche Forschung etwa gleichauf mit Japan. In der Mathematik sind die Franzosen etwas besser. Hingegen fallen deutsche Forscher auf den Gebieten der Biologie und der Medizin weit hinter Großbritannien und vor allem die USA zurück.

Die USA liegen in dem internationalen Ranking nach wie vor weit vorne. Deutschland nimmt hinter Großbritannien den dritten Platz ein, gefolgt von Japan, Frankreich und Kanada, Italien und der Schweiz. Diese acht Länder bringen zusammen etwa 85 Prozent der am meisten beachteten Forschungsresultate hervor. Russland dagegen hat seine Investitionen in die Forschung seit Ende des Kalten Krieges weit zurückgefahren und ist in seiner Bedeutung für den naturwissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt noch hinter kleine Länder wie die Niederlande, Belgien oder Israel abgerutscht. Gemessen am Bruttosozialprodukt, ist die Schweiz das wissenschaftlich erfolgreichste Land. Ähnlich gut schneidet Dänemark ab. Aus der Studie geht zudem hervor, dass der Vorsprung der traditionell forschungsstarken Länder vor den Entwicklungsländern immer größer wird. tdp

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