Gesundheit : Deutschland und die Welt

Florian Oel

Deutschland ist Importweltmeister: 399 Spieler der ersten und zweiten Bundesliga stammen aus dem Ausland. Dafür exportiert Deutschland knapp 200 000 Tonnen Stickstoff in die Staaten Mittel- und Osteuropas. Und in über 50 Gemeinden verdienen an der U-Bahn, den Klärwerken oder anderen kommunalen Einrichtungen Investoren aus den USA.

Solche Verflechtungen Deutschlands mit der Welt dokumentiert der Atlas „Deutschland in der Welt – Die Welt in Deutschland“. Herausgegeben hat diesen elften Band des „Nationalatlas Deutschland“ das Leibniz-Institut für Länderkunde. Gestartet wurde das Projekt 1995, um das Zusammenwachsen des wiedervereinigten Deutschlands zu untersuchen. Der aktuelle Band beleuchtet nun die Folgen der Globalisierung. „Wir versuchen mit dem Projekt Nationalatlas auf aktuelle Diskussionen in der Gesellschaft einzugehen“, sagt Mitherausgeber Alois Mayr. Gerade für diese aktuellen Themen ist die Datenlage schwierig. Für das Thema Globalisierung aber hat es funktioniert – der neue Band soll Daten und Fakten liefern, um die Debatte zu unterfüttern. Daher besteht der Atlas zum größten Teil aus Karten und Tabellen. „Der Leser soll aber nicht mit den Karten allein gelassen werden“, erläutert die Projektleiterin Sabine Tzschaschel. Deshalb bietet der Atlas zu allen Themen Interpretationshilfen.

„Man kann diese Interpretationen annehmen, kann die Daten aber auch selber analysieren“, sagt Mayr. Das mache die CD-Rom-Version des Nationalatlas für den Nutzer besonders leicht handhabbar. Auf Grundlage der gespeicherten Daten ist es möglich, interaktiv neue Karten zu generieren. Leisten kann sich das allerdings nicht jeder: Die CD-Rom wie der Band kosten 99 Euro.

Nationalatlas Bundesrepublik Deutschland. Band 11: Deutschland in der Welt. Elsevier–Spektrum Akadem. Verlag 2005.

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