Gesundheit : Die Assistentin - ein typischer Uni-Mensch (Interview)

Heike Anger

Was machen Sie als Wissenschaftliche Assistentin?

Es ist kein eigenständiger Beruf, den ich ausübe. Es ist vielmehr eine Qualifikationsstufe, um Professorin zu werden. Innerhalb der Vertragszeit, das sind zweimal drei Jahre, sollte die Habilitation geschrieben sein. Das ist eine Monographie, die zwar einem bestimmten Gegenstand der Forschung gewidmet ist, aber auch zeigt, dass man einen Überblick über das Fachgebiet hat. Außerdem versuche ich mich über Veröffentlichungen zu profilieren. Natürlich lehre ich auch, und das mit Spaß. Wissenschaft an der Hochschule ist eben beides: Forschung betreiben und attraktive Lehre anbieten.

Wie sind Sie Wissenschaftliche Assistentin geworden?

Das hört sich straight an, war es aber eigentlich gar nicht: erst Studium der Wirtschaftswissenschaften, Politik und Philosophie, dann ein Promotionsstipendium, die Doktorarbeit. Jetzt bin ich Assistentin und Beamtin auf Zeit. Mir gefällt die wissenschaftliche Art zu arbeiten, Probleme zu erkennen und zu lösen. Die Garantie auf eine Professur gibt es leider nicht. Die Zahl der Habilitanden steigt, die Stellen werden abgebaut. An der FU zu bleiben ist vorerst nicht möglich, da es keine "Hausberufung" gibt. Professorin kann ich also erst an einer anderen Uni werden. Da muss ich flexibel sein.

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