Gesundheit : Die Chronologie der Seuche

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November 2002: Erste Fälle einer unbekannten Lungenerkrankung tauchen in der chinesischen Südprovinz Guangdong auf.

Februar 2003: Bis Mitte des Monats registriert China mehr als 300 Fälle der Krankheit – fünf Menschen sterben.

21. Februar: Ein erkrankter chinesischer Arzt infiziert bei einer Übernachtung in einem Hongkonger Hotel 16 Gäste. Diese werden später als die Hauptquelle der weltweiten Verbreitung identifiziert.

12. März: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor einer „besonders schweren Form von Lungenentzündung“ in Asien. Sie wird als „Severe Acute Respiratory Syndrome“ (Sars) bezeichnet.

15. März: Erster Verdachtsfall in Deutschland: In eine Klinik in Frankfurt am Main werden ein Arzt aus Singapur, seine Frau und seine Schwiegermutter eingeliefert. Der Arzt hatte in Singapur Infizierte behandelt. Die WHO erklärt Sars zu einer „weltweiten Bedrohung“; 150 Menschen seien erkrankt. Von der Epidemie betroffen sind unter anderem China, Hongkong, Indonesien, Thailand, Vietnam und Kanada.

24. März: Die WHO registriert weltweit 456 Fälle und 17 Todesopfer.

25. März: Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg identifiziert einen Virus aus der Familie der Coronaviren als Sars-Erreger – und entwickelt anschließend einen Sars-Test. Am 16. April gibt die WHO die Identifikation offiziell bekannt – als Ergebnis eines Netzwerkes von 13 Forscher-Teams aus zehn Ländern.

29. März: Der WHO-Arzt Carlo Urbani, der als Entdecker von Sars gilt, stirbt in Thailand selbst an der Epidemie.

31. März: Nach neuen Zahlen der WHO sind weltweit 1804 Menschen an Sars erkrankt, 62 sind bislang daran gestorben.

5. April: China gibt zu, das wahre Ausmaß der Epidemie verschleiert zu haben. Kurz darauf erklärt die Stadt Peking, es gebe zwölf Kranke und drei Tote; ein Arzt widerspricht, allein in seinem Krankenhaus habe er 60 Infizierte und sechs Todesfälle.

21. April: Jetzt zählt allein China 1959 bestätigte Krankheitsfälle.

28. April: Vietnam bringt als erstes betroffenes Land Sars unter Kontrolle. In der Hauptstadt Hanoi stellt man seit 20 Tagen keine neuen Fälle mehr fest.

17. Juni: Sars ist nach WHO-Angaben weltweit „unter Kontrolle“. Die Zahl der Neuinfektionen geht immer weiter zurück.

24. Juni: Die WHO hebt die letzte noch bestehende Reisewarnung auf. Weltweit wurden mehr als 8000 Menschen mit Sars infiziert und 916 getötet; 5200 der Kranken und knapp 350 der Toten waren Chinesen.

9. September: In Singapur erkrankt ein Mikrobiologe an Sars. Die WHO beruhigt, der Mann habe sich im Labor angesteckt.

16. Dezember: In Südchina wird ein 32-jähriger Journalist aus der Provinz Guangdong mit Sars-Symptomen in ein Krankenhaus eingeliefert. Bekannt gegeben wird der Fall erst am 27. Dezember.

17. Dezember: Taiwans Behörden melden einen infizierten Sars-Forscher. -ry

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