Gesundheit : Die Freie Universität setzt auf das American Headquarter - Mögliche Museumsnutzung erst später

U.S.

Die Freie Universität hat großen Raumbedarf, aber sie möchte die Probleme bald lösen und nicht erst in fünfzehn Jahren. Das ist die Reaktion von FU Präsident Peter Gaehtgens auf die jüngste Anregung des Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Klaus-Dieter Lehmann, die Museen für indische, islamische und ostasiatische Kunst von Dahlem nach Mitte in ein wiederaufzubauendes Stadtschloss zu verlagern. Da sich die Museen bisher in Nachbarschaft zu den vorklinischen und naturwissenschaftlichen Instituten sowie der Rost- und Silberlaube der FU befinden, böte sich eine künftige Nutzung durch die Universität an. Das Problem liegt für Gaehtgens außer in der Kostenfrage vor allem im Zeitpunkt. Bevor die Museen nach Mitte umziehen könnten, würden zehn bis 15 Jahre vergehen.

Um die Probleme jetzt zu lösen, setzt die FU auf den Erwerb des ehemaligen amerikanischen Hauptquartiers in der Clayallee. Das mit herausragenden Persönlichkeiten besetzte Kuratorium der FU hat diese Idee in der jüngsten Sitzung nachhaltig unterstützt, zumal dann verstreut liegende Einzelstandorte von Instituten aufgegeben werden könnten. In der Kuratoriumssitzung hat auch der neue Wissenschaftssenator Christoph Stölzl dem Plan zugestimmt und die Hilfe seiner Verwaltung sowie der Finanzverwaltung angekündigt. Die Kosten für Erwerb und Renovierung des ehemaligen US-Headquartes werden auf rund 90 Millionen Mark geschätzt. Am 9. Mai wird der Berliner Senat über diese Frage entscheiden.

Für die ferne Zukunft kann sich Gaehtgens mit einer Nutzung der Museumsräume anfreunden. Die FU hat noch einen Außenstandort in Lankwitz, den man vielleicht aufgeben könnte, falls sich die Museumsräume für eine Hochschulnutzung eignen.

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