Gesundheit : Die Geschlechter haben Lieblingsberufe

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In Deutschland werden laut Statistischem Bundesamt 423 Ausbildungsberufe angeboten. Bei einem Fünftel davon liegt. der Frauenanteil bei 80 Prozent und darüber. Von den Auszubildenden in diesen Frauenberufen waren 8,4 Prozent Männer. Dieser Anteil blieb gegenüber 1997 (9,1 Prozent) weitgehend unverändert . Die Berufswahl wurde also weiterhin geschlechterspezifisch getroffen. Frauenberufe sind vor allem Dienstleistungsberufe, so im Gesundheitswesen und Sozialbereich. Beim Männeranteil reichte die Spanne von 0,2 Prozent unter den zahnmedizinischen Fachangestellten bis zu 17,2 Prozent bei Kaufleuten für Bürokommunikation. Trotz aller Bemühungen ist eine Trendwende bei der Berufswahl nicht in Sicht . Von 642518 Mädchen, die 2003 die Lehre begannen, entschieden sich 72,4 Prozent für einen der typischen TopTen-Berufe für Frauen. Immerhin scheinen die Medienberufe zunehmend weibliche Verstärkung zu bekommen. Im Ausbildungsberuf Mediengestalter für Digital- und Printmedien waren mehr als die Hälfte Frauen.

Leicht verbessert hat sich der Anteil der Frauen an den Hochschulen im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Im Wintersemester 2002/2003 betrug der Frauenanteil an den Mathematik Studierenden 39 Prozent, zwei Prozent mehr als 1989/1999. In den Ingenieurwissenschaften tat sich im gleichen Zeitraum nichts – der Frauenanteil liegt dort unverändert bei 22 Prozent. P.W.

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