Gesundheit : Die Götter der Indogermanen

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Beim Zeus! Die griechischen Götter sind nicht erst mit der griechischen Kultur entstanden. Wie ein Indogermanist der Uni Münster herausfand, reicht die Götterwelt bis in die indoeuropäische Zeit zurück – das heißt: bis ins dritte Jahrtausend vor Christus. Michael Janda kann dies anhand der Herkunft der Namen und Beinamen der Götter nachweisen – über Vergleiche mit Sprachen, die aus dem Indogermanischen entstanden sind.

Vor allem bei den indischen Göttern ist Janda fündig geworden. Er analysiert sprachliche Veränderungen, um Beziehungen zwischen den Göttern sichtbar zu machen. Im dritten Jahrtausend vor unserer Zeit spalteten sich die indogermanische Sprachgruppen durch eine Völkerwanderung auf. In dieser Zeit entstanden die ersten Götter, die von den Menschen mit menschenähnlichen Attributen versehen wurden. Bisher hatte man in der Forschung diesen Prozess um 800 vor Christus angesetzt, was etwa mit der Entstehungszeit der Homerischen Epen zusammenfällt.

Die einzelnen Stämme brachten ihre alten Göttervorstellungen in die neue Heimat und passten sie an die neuen Einflüsse an. Dabei wandelten sich nicht nur die Namen, wie vom indogermanischen „Djeus pater“ einerseits zum altindischen „Dyaus pitar“, andererseits zum römischen „Jupiter“ und zum griechischen „Zeus pater“, die alle die Bedeutung „Vater des Himmels“ tragen. wsa

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