Gesundheit : Die Kondensation braucht Keime

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Regen besteht aus Wasser, das von der Sonnenenergie aus den Meeren, aus Flüssen und Seen sowie zu geringeren Teilen auch aus der bewachsenen Landschaft verdampft worden ist. Die Luft kann die verdunsteten Wassermoleküle aufnehmen, und zwar anfangs so fein verteilt, dass man sie im Gasgemenge der Atmosphäre gar nicht bemerkt. Noch sind also keine Wolken entstanden. Bei einem großen Angebot an Energie und Wasser nimmt die Verdunstung so lange zu, bis die Luft schließlich gesättigt ist.

Wann diese Aufnahmegrenze der Luft erreicht ist, hängt vom herrschenden Druck und von der Temperatur innerhalb des Systems ab. Aber diese Grenze ist keine wirkliche, das Maß der Aufnahmefähigkeit reicht bis zur „Übersättigung“. Doch um eine Wolke, um gar Regen entstehen zu lassen, muss noch mehr geschehen.

Die Wassermoleküle müssen die Gelegenheit bekommen, sich zu Tröpfchen zusammenzuschließen. Das ist nicht so einfach. Denn wenn sie in der Atmosphäre weit voneinander verteilt sind, handelt es sich – elektrochemisch gesehen – um Einzelgänger. Die Moleküle aus einem Sauerstoff und zwei Wasserstoffatomen sind so ausgeglichen, dass sie kein elektrochemisches Potenzial haben, an wässrigen Nachbarn anzukoppeln.

Soll es Regen geben, brauchen die Moleküle etwas, was sich zwischen sie setzt: Kondensationskeime. Das können Spurenstoffe in der Luft sein, feinste Partikel wie zum Beispiel Staub. Im Fall des Lasergeräts sind es elektrische Ladungsträger, ionisierte Bestandteile der Luft. gih

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