Gesundheit : Die Kraft des Gegners einverleibt

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Kannibalismus hat es auch in der Geschichte der Menschheit immer wieder gegeben. Es war wohl ein religiöses Ritual, um sich den Geist der Verstorbenen oder die Kraft des Gegners einzuverleiben. Forscher können sich meist nur auf indirekte Beweise stützen, auf Berichte von Augenzeugen oder auf Knochenfunde.

Ob bei den Azteken in Mexiko vor einem halben Jahrtausend, den AsanaziIndianern in Nordamerika vor 1000 Jahren, den Neandertalern in der Steinzeit oder bei unseren Vorfahren vor Hunderttausenden von Jahren in den Höhlen von Atapuerca in Spanien – überall könnte Menschenfresserei vorgekommen sein. Dies haben Forscher aus Kratzern in Knochen herausgelesen.

Das Volk der Fore in Papua Neu-Guinea soll sogar bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts Kannibalismus betrieben haben. Durch den Verzehr des Gehirns von Verstorbenen wurden auch Krankheiten übertragen, wie Forscher vom Londoner University College durch Genanalysen herausgefunden haben. ebi

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