Gesundheit : Die Technische Uni wird lahm gelegt

Studenten protestieren mit Streik gegen Einsparungen

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Die Studenten der Technischen Universität Berlin streiken seit Mittwoch. Auf einer Vollversammlung, die nach Angaben des Asta von mehr als 1000 Studenten besucht wurde, entschloss sich die Mehrheit dazu, den Lehrbetrieb auf unbefristete Dauer lahm zu legen. In ihrer Abstimmung sprachen sich die Studenten gegen die jüngsten Einsparungen des Senats bei den Hochschulen und gegen Studiengebühren aus.

Mathias Hofmann, ein Sprecher des Asta, erklärte dem Tagesspiegel auf Anfrage, am heutigen Donnerstag würden vermutlich verschiedene Gebäude von Studierenden besetzt. Um ihre Kommilitonen über den Streik zu informieren, würden die Studenten auch durch die Lehrveranstaltungen gehen. In den nächsten Tagen würden Arbeitsgruppen über die Aktionen der kommenden Tage beraten. Am Mittwoch hatten einige Studenten bereits am ErnstReuter-Platz demonstriert. Hofmann glaubt, dass es auch an der Freien und der Humboldt-Universität „brodelt“. Allerdings hatten sich die FU-Studierenden bislang nur am Dienstag zu einer Informationsveranstaltung über Studiengebühren versammelt. Und eine Vertreterin der Studentenvertretung der Humboldt-Universität sagte auf Anfrage, im Moment sei noch keine Vollversammlung geplant

Der Senat wird von den TU-Studenten aufgefordert, 135 000 Studienplätze auszufinanzieren. Zurzeit sind noch 85 000 Studienplätze ausfinanziert, auf denen rund 135 000 Studierende studieren. Ferner lehnen die Studenten Hochschulgremien ab, in denen die Professoren eine Mehrheit haben. Statt dessen fordern sie eine viertelparitätische Zusammensetzung: „Die Studierendenschaft wendet sich gegen die fortgesetzte Politik von Bildungskürzungen, Sozialabbau und Entsolidarisierung“, bilanziert eine Erklärung des Asta. Ob der Streik fortgesetzt wird, soll wöchentlich auf einer neuen Vollversammlung beschlossen werden. akü

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