Gesundheit : Dioxin: Belastung der Bevölkerung gesunken

Die Belastung der Bevölkerung mit Krebs erregendem Dioxin ist in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Das hat die Auswertung von mehr als 30 000 Muttermilchproben seit Mitte der 80er Jahre ergeben, wie das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin in Berlin berichtet.

Das Institut wies darauf hin, dass ein vier Monate alter Säugling, der voll gestillt wird, immer noch mehr Dioxin mit der Muttermilch aufnehme, als von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als duldbare Menge festgelegt worden sei. Da sich die Zahlen der WHO aber auf eine lebenslange Aufnahme bezögen, sei aus der Dioxinaufnahme während der relativ kurzen Stillzeit nach dem Stand des Wissens kein gesundheitliches Risiko zu erkennen. "Sowohl nach Auffassung der Nationalen Stillkommission als auch der WHO ist Stillen die beste Form der Ernährung des Säuglings und wird uneingeschränkt empfohlen", erklärte das Bundesinstitut.

Die Analyse der Daten habe ergeben, dass die Proben 1997 im Durchschnitt etwa 60 Prozent weniger Dioxine und Furane enthielten als 1990. Auch der Gehalt an schwer abbaubaren Organchlorverbindungen sei drastisch gesunken. Das Bundesinstitut baut derzeit gemeinsam mit den Bundesländern eine Frauenmilch- und Dioxin-Humandatenbank auf, in der gefährliche Rückstände dokumentiert und mögliche Einflussfaktoren aufgezeichnet werden.

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