Gesundheit : Dürre in Sahel-Zone durch Schwefel aus Industrie

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Der Schwefelausstoß in den Industriestaaten Europas und Nordamerikas könnte Forschern zufolge die großen Dürren vor 20 Jahren in der Sahel-Zone verursacht haben. Das berichtet das britische Wissenschaftsmagazin „New Scientist“ (Nr. 2347, Seite 4) in der Ausgabe vom kommenden Sonnabend.

Schwefeldioxid, das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht, ist an der Bildung von Aerosolen beteiligt. Solche Emissionen waren in den Industriestaaten während der 1970er und 1980er Jahre besonders hoch. Da sich die Erde unter diesen „Schwefel-Wolken“ stark abkühlt, soll dem Modell nach der tropische Regengürtel gen Süden verdrängt worden sein. Die katastrophale Dürreperiode in der Sahel-Zone sei die Folge gewesen, lautet das Fazit des Australiers Leon Rotstayn vom australischen Forschungszentrum CSIRO und seiner Kollegin Ulrike Lohmann von der Universität Halifax in Kanada. dpa

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