Gesundheit : Durchtrennung der Achillessehne

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In Gustave Flauberts berühmtem Roman „Madame Bovary“ wird anschaulich der Klumpfuß eines jungen Erwachsenen beschrieben, den der Landarzt Charles Bovary mit einer neuartigen Operation, der Durchtrennung der Achillessehne, und einer „mechanischen Vorrichtung“ heilen soll: „Hippolytes Fuß bildete mit dem Bein fast eine Gerade, was nicht hinderte, dass er auch noch nach innen gedreht war.“

Das Wort Klumpfuß kommt vom niederdeutschen „Klompen“, grober Holzschuh. Etwa eines von 1000 Neugeborenen kommt mit einem Klumpfuß zur Welt. Er zeigt mehrere Verformungen: Das Längsgewölbe des Fußes ist erhöht (Hohlfuß), Vorfuß und Zehen neigen sich nach innen (Sichelfuß), der Vorfuß zeigt, weil die Achillessehne verkürzt ist, nach unten (Spitzfuß).

In der frühen Schwangerschaft sehen alle Füße so aus. Wie es dazu kommt, dass Kinder bei der Geburt unter dem – oft auch breiteren, verkürzten – Klumpfuß und der typischen dünnen, muskelschwachen Wade leiden, ist noch nicht völlig geklärt.

Neben der Genetik spielen möglicherweise auch beengte Verhältnisse in der Gebärmutter eine Rolle. Untersuchungen der Wadenmuskulatur von Klumpfuß-Patienten ergaben, dass sie praktisch nur Fasern enthält, die für die Ausdauer wichtig sind. Fasern, die kurzzeitige Kraftausübung ermöglichen, fehlen dagegen. aml

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