Gesundheit : E = mc2

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Im Jahr 1997 gelingt einem Team amerikanischer Forscher ein Coup: Sie verwandeln reine Strahlung in Materie. Die Physiker aus Stanford fokussieren extrem starkes Laserlicht auf einen winzigen Querschnitt. Infolge dieser enormen Energiedichte entstehen in dem Lichtfeld neue Partikel gemeinsam mit ihren Antiteilchen: paarweise Elektronen und Positronen.

Für Hochenergiephysiker gehört die Entstehung neuer Teilchen in Beschleunigerexperimenten heute zum Alltag. Dass so etwas möglich sein sollte, ist aber bereits in Einsteins berühmtester Formel E=mc2 aus dem Jahr 1905 enthalten. Wenn man sie andersherum liest, lässt sie allerdings zunächst einen sehr viel bedeutenderen Schluss zu: Eine winzige Masse kann in ungeheure Energiemengen umgewandelt werden. Hierauf beruht die Sprengkraft von Atombomben, bei denen nur ein Promille der Kernmaterie eine gewaltige Explosion verursacht.

Für Einstein lag eine solche Energieumwandlung in weiter Ferne. Er beteiligte sich Zeit seines Lebens auch nicht an Experimenten der Kernphysik, ließ dieses damals spannende Forschungsfeld links liegen. Erst als Otto Hahn und seine Kollegen 1938 in Berlin die Kernspaltung entdeckten und kurz darauf auch eine Kettenreaktion möglich schien, wurden er und die gesamte Fachwelt aufgeschreckt.

In E=mc2 verbirgt sich aber noch ein anderer Zusammenhang: Die Masse eines Körpers ist nicht unveränderlich. Sie wächst mit steigender Geschwindigkeit (Energie) an. Wollte man ein Raumschiff auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen, so würde dessen Masse unendlich groß. Das zeigt, dass die Lichtgeschwindigkeit für uns nicht zu erreichen ist. Schon bei einer Annäherung daran würde der Treibstoffbedarf so groß, dass er selbst mit futuristischen Antimaterie-Antrieben nicht gedeckt werden könnte. tdp

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