Gesundheit : Edelmetalle: Bei Sternenkollision entsteht Gold

Rhk

Schwere Edelmetalle wie Gold und Platin entstehen vor allem bei sehr seltenen Kollisionen zwischen zwei Neutronensternen, vermutet Stephan Rosswog von der Universität im britischen Leicester (New Scientist, Band 170, Heft 2285, Seite 12).

Ursprünglich gab es im Weltall nur die beiden leichtesten Elemente Wasserstoff und Helium. Im Inneren der Sterne entstehen daraus schwerere Elemente wie Sauerstoff und Kohlenstoff bis hin zum Eisen. Wenn ein Stern am Ende seines Lebens explodiert, produziert er noch schwerere Elemente wie Gold, Platin oder Uran und bläst diese in den Weltraum.

Vermutlich reichen "normale" Sternenexplosionen aber bei weitem nicht aus, um die Menge sehr schwerer Elemente zu bilden, die tatsächlich im Weltraum vorkommt. Die fehlende Menge könnte aus Neutronensternen entstehen, die nach der Explosion vieler Sterne als äußerst kompakter "Sternen-Leichnam" zurückbleiben. Stoßen zwei solche Neutronensterne zusammen, schleudern sie gigantische Mengen heißer Neutronen in den Weltraum, beobachtet Stephan Rosswog, wenn er solche Prozesse in Supercomputern simuliert.

Diese Neutronen kollidieren wiederum mit schweren Elementen und bilden dabei die sehr schweren Elemente wie Gold und Platin. Zwar stoßen in unserer Galaxie allenfalls alle hunderttausend Jahre zwei Neutronensterne zusammen. Dabei aber entstanden im Laufe der Jahrmilliarden leicht die im Weltraum und in irdischen Goldminen gefundenen Mengen der schweren Edelmetalle, berechnet Stephan Rosswog.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben