Gesundheit : Ein Logo für die Wissenschaft

Berlin Partner: die Stadt weltweit bekannt machen

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Da ist Berlin die Stadt der Wissenschaft – doch kaum jemand weiß es. Nur wenige nehmen die Hauptstadt als solche wahr, obwohl doch Forschung, Entwicklung und die Ausbildung von Studenten in wirtschaftlich schweren Zeiten ihr größtes Kapital sind. Die Marketing-Agentur „Berlin Partner“ will Berlins Wissenschaft nun zu einer „Marke“ machen. Gestern hat sie das Projekt vorgestellt: „Berlin Wissenschaft 2015“ soll möglichst weltweit ein Begriff werden und exzellente Wissenschaftler, Studierende und Investoren anziehen.

Die drei großen Berliner Universitäten stehen hinter diesem Projekt: Kürzlich unterzeichneten die Präsidenten der Freien Universität, der Humboldt- und der Technischen Universität eine Erklärung, mit der sie sich dazu verpflichten, enger untereinander, aber auch mit der Wirtschaft zusammen zu arbeiten – ohne ihre Eigenständigkeit aufzugeben. „Ein erster großer Erfolg“, sagt Beate Corbach, Leiterin des Bereichs Wissenschaftsmarketing bei Berlin Partner. Denn eine Umfrage, die die Agentur im vergangenen Jahr unter Wirtschafts- und Wissenschaftsvertretern sowie unter politischen Entscheidern durchgeführt hat, zeigt: Die wissenschaftlichen Einrichtungen und Institute kannten sich zwar untereinander, hatten Kontakt, aber sie wussten nicht immer, was der andere wirklich macht. Fachübergreifende Synergien werden nicht genutzt, fanden die Berlin-Vermarkter heraus. „Dass die drei Universitäten mitmachen, ist ein konkreter, guter Anfang“, sagt Beate Corbach. Die Zusage könnte eine Signal-Wirkung für andere wissenschaftliche Einrichtungen haben, die noch für den gemeinsamen Auftritt gewonnen werden sollen.

Das Markenzeichen der Initiative entwerfen Berliner Kunststudenten: Berlin Partner veranstaltet dafür im Januar einen Design-Wettbewerb für ein Logo. Dabei sollen die Studenten auch Anwendungsvorschläge machen, beispielsweise wie das neue Logo in bereits bestehende Internetauftritte wissenschaftlicher Einrichtungen integriert werden könnte. foe

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