Gesundheit : Ein Schulbuch für Deutsche und Franzosen

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Man könnte meinen, es gebe in Deutschland so viele Geschichtsbücher wie Schulen. Das eine, verbindliche Geschichtsbuch für den Schulunterricht gibt es jedenfalls nicht. Bei den unterschiedlichen Lehrplänen der Bundesländer und den verschiedenen Vorstellungen der Lehrer ist das ganz unmöglich. Umso kühner ist ein Projekt, das jetzt der französische Erziehungsminister François Fillon und der Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutschfranzösische Zusammenarbeit, der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU), in Berlin vorgestellt haben: ein deutsch-französisches Geschichtsbuch, das in den Gymnasien beider Länder zum Einsatz kommen soll.

Ab dem Schuljahr 2007/2008 können deutsche und französische Schüler im Abiturjahrgang mit dem ersten Band des Geschichtsbuches arbeiten, der die europäische Geschichte von 1945 bis zur Gegenwart behandelt. Die beiden folgenden Bände für die Klassen 11 und 12 in Deutschland und 10 und 11 in Frankreich sollen bis zum Schuljahr 2008/2009 erscheinen. Sie umfassen die Zeit von der Antike bis zum 19. Jahrhundert sowie vom 19. Jahrhundert bis 1945. Der Clou: In beiden Ländern ist das Werk inhaltlich und optisch identisch, nur die Sprache ist dem jeweiligen Land angepasst. urs

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