Gesundheit : Ein Studium für die Datenmassen - Fachleute händeringend gesucht

HS

Die Freie Universität (FU) und die Humboldt-Universität beginnen im Wintersemester einen gemeinsamen Studiengang zur angewandten Statistik, der mit einem Bachelor of Science oder nach einem weiterführenden Programm mit dem Master of Science abschließt. "Großunternehmen und Banken suchen händeringend nach Fachleuten, um die riesigen Datenmengen der Wechselkurse und Aktienwerte auszuwerten", sagt Jürgen Wolters, der an der FU die mathematischen Finessen des Wirtschaftslebens lehrt. "Ohne methodische Kompetenzen in der Statistik sind Prognosen oder Analysen für wirtschaftliche Entscheidungen unmöglich." Das Studium soll aber auch Biologen, Mediziner, Techniker und Soziologen befähigen, mit dem stetig wachsenden Datenwust fertig zu werden.

Der neue Studiengang läuft zunächst für eine fünfjährige Probezeit. Der Lehrplan des Bachelor-Studiums enthält verschiedene Module zu statistischen Modellen, zur computergestützten Auswertung und zur Analyse von Zeitreihen. "Es geht uns nicht nur darum, die Methoden zu vermitteln, die Studenten sollen das Gelernte auch praktisch anwenden", sagt Jürgen Wolters. Deshalb müssen die Module zusammen mit einem Anwendungsfach studiert werden. Zugangsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Grundstudium. Die Prüfungen werden über Leistungspunkte abgerechnet, am Ende steht eine Abschlussarbeit. Auf den Bachelor baut das Masterprogramm auf, das innerhalb von zehn Semestern abgeschlossen werden kann.

Sowohl Bachelor als auch Master werden in den angelsächsischen Ländern uneingeschränkt anerkannt, wo die Statistik ein Pflichtfach für jeden Ökonomen ist. In Deutschland bieten bislang nur die Universitäten in München und Dortmund einen Diplomstudiengang an. Das neue Studium in Berlin ist nicht zulassungsbeschränkt, rund 30 Studenten werden die ersten Kurse beginnen. Informationen: Jürgen Wolters, Telefon: 838-2014, oder -2774, Fax: 838-4142, Internet: www.stat.de .

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