Gesundheit : Ein TU-Projekt zieht nach drei Jahren eine erste Bilanz

jmg

Das Zentrum für Interdisziplinäre Frauen-und Geschlechterforschung an der Technischen Universität Berlin hat nach dreijähriger Arbeit nun erstmals Bilanz gezogen. In dem Tätigkeitsbericht zeigt sich die Leiterin des Zentrums, Karin Hausen, insgesamt zufrieden über die bisher geleistete Arbeit. Innerhalb der TU habe sich das Zentrum zu einer gefragten Adresse für all diejenigen entwickelt, die im eigenen Fachgebiet Ansätze der Frauen-und Geschlechterforschung aufgreifen wollten.

Das Zentrum wurde 1996 als Einrichtung des Fachbereichs für Kommunikations-und Geisteswissenschaften geschaffen. Seine Arbeit befasst sich in Forschung und Lehre mit der historischen und aktuellen Entwicklung der Geschlechterverhältnisse und deren Bedeutung für die Ordnung von Gesellschaften.

Das Lehrprogramm des Zentrums ist bisher nicht auf einen eigenständigen Studiengang ausgerichtet. Vielmehr werde versucht, für Studierende der verschiedensten Fächer vor allem im Hinblick auf den Wahl-und Wahlpflichtbereich ein interessantes Lehrangebot bereitzustellen. Dass die Lehrveranstaltungen auch auf Interesse bei den Studierenden treffen, bestätigt sich nach Ansicht des Zentrums durch die Besucherzahlen.

Pro Semester nehmen insgesamt gut 200 Studierende an den Veranstaltungen teil. Die Studierenden kommen dabei aus den verschiedensten Studiengängen und Fächern sowohl der Geistes- als auch der Sozial-, Natur- und Ingenieurswissenschaften. Auch sei der Teilnehmerkreis nicht auf die Technische Universität beschränkt, sondern umfasse in Berlin auch Studierende der Freien Universität, der Humboldt Universität und der Hochschule der Künste. Aufgrund dieser guten Erfahrungen will das Zentrum auch in Zukunft keinen eigenständigen Studiengang für interdisziplinäre Frauen-und Geschlechterforschung einrichten, sondern das Lehrangebot wie bisher Studierenden der verschiedensten Fachbereiche und Studiengänge offenhalten.

Problematisch äußert sich der Bericht jedoch zur finanziellen Lage des Zentrums. Da die im Umfang schrumpfenden Haushaltsmittel des Fachbereichs jährlich neu verteilt werden, habe man hinsichtlich des eigenen Budgets derzeit keine längerfristige Planungssicherheit. Auch bestehe die Gefahr, dass die weitere Kürzung der Haushaltsmittel die Aktivitäten des Zentrums in absehbarer Zeit lahmlegen wird, da eine Kostendeckung bald nicht mehr gewährleistet sei.

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