Gesundheit : Eine Sanierung in Raten möglich

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Ein defektes Dach, fehlende Standards für die Patienten und die drohende Schließung ganzer Abteilungen durch die Behörden: Der Sanierungsbedarf für das Universitätsklinikum Benjamin Franklin in Steglitz wird auf 230 Millionen Mark beziffert. Obwohl dem Klinikum zum Ende der vergangenen Legislaturperiode in Aussicht gestellt worden war, in diesem Jahr 50 Millionen Mark für eine notdürftige Sanierung zu bekommen, hatten die Spitzenpolitiker von CDU und SPD das Klinikum in ihrer Koalitionsvereinbarung glatt vergessen.

Deshalb sind in der laufenden Investitionsplanung für die Jahre 1999 bis 2003 keine Sanierungsmittel für das Klinikum Benjamin Franklin vorgesehen. Dies erläuterte Wolfgang Eckey, Senatsdirektor aus der Wissenschaftsverwaltung gegenüber dem Tagesspiegel. Er forderte, in die nächste Investitionsplanung für die Jahre 2000 bis 2004 auch Gelder für das Klinikum aufzunehmen. Will Berlin zudem Bundeszuschüsse kassieren, muss der Wissenschaftsrat zustimmen, der im kommenden Mai zu den Berliner Hochschulen und Uniklinika tagt. Der Senatsdirektor hofft, dass wenigstens Jahresraten von 35 Millionen Mark eingeplant werden können. Dann dauert es noch sieben bis acht Jahre, um das Klinkum wenigstens einigermaßen instand zu setzen.

Bei der Sanierung muss nicht nur das Dach des Baus aus den 60er Jahren erneuert werden, es ist auch der Standard im Bettenhaus zu verbessern: Die Drei-Bett-Zimmer müssen zu Zwei-Bett-Zimmern umgebaut werden. Außerdem sind Bereiche der Intensivmedizin und der Operationstrakte zu erneuern. Da die Sanierung bei laufendem Betrieb stattfinden soll, würde ein Investitionsstopp die zeitliche Stillegung ganzer Abteilungen nach sich ziehen.

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