Gesundheit : Eine Verwaltung für drei Berliner Kunst-Unis

Johannes Edelhoff

„Wir mussten in den letzten Jahre viele Kröten schlucken“, sagt Gerhard Strehl, Rektor der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (KHB). Auch das neue Service-Center sei so eine Kröte. In dem Zentrum legen die KHB, die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ und die Hochschule für Schauspiel „Ernst Busch“ (HfS) ihre operativen Verwaltungen zusammen. Bis zum nächsten Wintersemester entstehen Kompetenzzentren für die Bereiche Personal, Haushalt und IT.

Dort wo sich Aufgaben und Kompetenzen der Kunsthochschulen überschneiden, arbeitet bald nur noch eine zentrale Verwaltung. „Von der Zentralisierung gleichförmiger Vorgänge erhoffen wir uns, dass dies unsere Arbeit erleichtert“, erklärt Caspar Graf von Rex, Kanzler der HfS. Trotzdem erwähnt von Rex, dass seine Verwaltung lieber eigenständig geblieben wäre: „Die neuen Strukturen bedeuten unflexibelere, länger dauernde Abläufe.“

Auch Gerhard Strehl ist nicht begeistert. „Von außen aufgezwungen“, nennt er die Service Center. Die Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) hatte im Auftrag des Berliner Senats ein Gutachten erstellt, das den Zusammenschluss der Verwaltungen forderte. Im Rahmen des Berliner Hochschulvertrags verpflichteten die Hochschulen sich, auf die Forderung einzugehen. Warum die KHB den Hochschulvertrag überhaupt unterzeichnet hat? „Er sichert unsere Autonomie und gibt uns mehr Handlungsspielraum in der Lehre“, erklärt Strehl.

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