Gesundheit : Einführungspreis soll zwischen 119,- und 190,- DM liegen

Klaus Oberzig

Die Berliner SPD will noch in diesem Frühjahr das Semesterticket für Berliner und Brandenburger Studierende durchsetzen. In einem Schreiben an die Semtix-Koordination der Berlin-Brandenburger Asten fordert der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Wowereit dazu auf, umgehend in den Hochschulen Urabstimmungen über das Koalitionsmodell durchzuführen. Es sieht ein Semesterticket zum Preis von 215 Mark für das gesamte Tarifgebiet des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) vor. Für Potsdam soll der Preis bei 190 Mark und für das übrige Brandenburg bei 119 Mark liegen.

Mit einem solchen "Einführungspreis", so der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Christian Gaebler, könne man ein Jahr testen, ob die Konditionen tragfähig seien. Nach Abschluss der Testphase soll der Preis überprüft und notfalls korrigiert werden. Da die Semtix-Koordination inzwischen ihre Bereitschaft zu diesem Modell erklärt habe, sei es nun an den Verkehrsbetrieben, einen positiven Schritt zu tun. Sollten diese das "überschaubare Risiko" fürchten, müsse man mit dem Verkehrssenator über eine Risikobürgschaft sprechen.

Hubertus Maciejewski von der Berliner S-Bahn erklärte, gegenwärtig gehe sein Betrieb noch von dem durch die Genehmigungsbehörde abgesegneten Tarifmodell aus, bei dem 215 Mark nur für die Bereiche AB des Berliner Netzes bezahlt würden.

An der TU rechnet der AstA inzwischen damit, dass das Semesterticket zum Wintersemester 2000/01 eingeführt wird. Das Studierendenparlament, so Florian Boehm, AStA-Mitglied und Semtix-Sprecher, werde am kommenden Donnerstag voraussichtlich den AStA mit der Durchführung aller erforderlichen Maßnahmen beauftragen.

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