Gesundheit : Einsteins bizarrste Vorhersage

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Schwarze Löcher zählen zweifelsohne zu den bizarrsten Vorhersagen der Allgemeinen Relativitätstheorie. Die Gebilde werden ganz und gar von der Schwerkraft beherrscht: Selbst Licht kann diesen Ort nicht mehr verlassen. Der Schwarzschildradius eines Schwarzen Lochs legt seinen "Ereignishorizont" fest. Diese geschlossene Fläche grenzt die "normale Welt" draußen vom Schwarzen Loch innen ab. Ein Schwarzes Loch mit Sonnenmasse hätte einen Schwarzschildradius von nicht ganz drei Kilometern, während eines mit Erdmasse auf etwa neun Millimeter käme.

Man unterscheidet mehrere Typen Schwarzer Löcher. Sie entstehen, wenn sehr massereiche Sterne ihr Leben mit einer Supernova-Explosion beschließen. Dabei schleudert der Stern seine äußeren Schichten ins All, während der innere Teil zusammenstürzt und sich dabei extrem stark verdichtet. Ab einer Grenze von etwas mehr als drei Sonnenmassen kann die Gravitation dabei so stark werden, dass sie selbst die Kernkräfte übertrifft.

Hinweise gibt es auch auf riesige Schwarze Löcher, die mehrere Millionen Sonnenmassen in sich vereinigen. Sie werden in den Zentren von Galaxien vermutet - wie auch in unserer Milchstraße. Daneben rechnen Kosmologen noch mit urzeitlichen Schwarzen Löchern, die beim Urknall vor rund 15 Milliarden Jahren entstanden sein sollen. Diese Gebilde könnten auch sehr wenig Masse haben. Sind sie sogar mikroskopisch klein, kommen nach dem britischen Physiker Stephen Hawking Quanteneffekte ins Spiel. Danach kann aus diesen "Minilöchern" doch Materie entweichen, und sie lösen sich allmählich auf. Für große Schwarze Löcher ist diese Hawking-Strahlung allerdings ohne Belang.

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