Gesundheit : Elektrische Leitung ohne Verluste: Verlustfrei bei tiefsten Temperaturen

tdp

Selbst Metalle behindern den Strom, den Fluss der Elektronen. Kupfer und Co haben einen mehr oder weniger hohen elektrischen Widerstand. Den Elektronen liegen im metallischen Flussbett eine Menge Steine im Weg: die Atomrümpfe. Diese bremsen die Elektronen ab und geraten dabei selbst in Schwingungen.

Bei sehr tiefen Temperaturen kann sich dies plötzlich ändern. Unterhalb einer bestimmten Grenztemperatur wirken die Atomrümpfe plötzlich als Heiratsvermittler: Während die negativ geladenen Elektronen normalerweise nichts voneinander wissen wollen und sich ziemlich abstoßend finden, vereinen sie sich nun zu "Cooper"-Paaren. Diese Paare laufen völlig ungehindert und ohne jeden Energieverlust an den Atomrümpfen vorbei. Das Material ist supraleitend geworden. Die Sprungtemperatur liegt in der Regel nur wenige Grad über dem absoluten Temperaturnullpunkt von minus 273 Grad Celsius. Magnesiumdiborid fällt aus diesem Rahmen heraus: Es wird schon bei minus 234 Grad supraleitend.

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