Gesundheit : Elite-Institut für die Technische Universität Die Deutsche Telekom investiert Millionen – und will „Weltruf“

Heiko Schwarzburger

Fünf Millionen Euro Anschubfinanzierung stellt die Deutsche Telekom für das neue „Innovation Center“ an der Technischen Universität Berlin zur Verfügung. „Mit diesem Geld werden wir 25 Forscher aus unserem Unternehmen und fünfzig Spitzenforscher aus aller Welt an der TU Berlin zusammen bringen“, sagt Hans Albert Aukes, Leiter der zentralen Innovationsgruppe beim Vorstand der Telekom. Die Labore sollen bis Jahresmitte bezugsfertig sein.

Die Technische Universität und die Telekom wollen verschiedene Forschungsansätze unter einem Dach bündeln. Noch ist aber unklar, in welchem Gebäude die 75 Forschungsplätze rund um Breitbandkommunikation und digitale Netze entstehen werden. Dazu gehören zwei Stiftungslehrstühle von der Telekom und Sun Mikrosystems sowie das DAI-Labor, das intelligente Dienste und Systeme für Netzwerke wie das Internet entwickelt. Dort sind derzeit 70 Wissenschaftler tätig. Auch die Arbeitsgruppen um Holger Boche, der zugleich Abteilungsleiter am Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik und am Heinrich-Hertz-Institut ist, sollen in das neue Forschungszentrum integriert werden. Boche ist auch einer der Direktoren des neuen chinesisch-deutschen Doppelinstituts, zu dem ein Institut in Peking und eines in Berlin gehören. Finanziert vom Bundesforschungsministerium und der chinesischen Zentralregierung, arbeiten dort mehr als 180 junge Forscher an neuen Systemen und Angeboten im Mobilfunk.

Hier spricht Ihr Telefon

Insgesamt hat die TU-Fakultät 43 Professuren, 280 Mitarbeiter und knapp 4000 Studenten. Mit dem Engagement der Telekom soll die Fakultät noch stärker werden. „Unser Ziel ist ein Forschungs- und Entwicklungszentrum, das Weltruf erreichen soll“, sagte Telekom-Vorstand Hans Albert Aukes. Weitere Unternehmen sollen für das Innovation Center gewonnen werden.

Ein wichtiges Forschungsziel sind so genannte Voice-Portale. Künftig sollen Computer, Telefon und Handy nicht mehr über Tastaturen sondern über Sprache gesteuert werden. Der Computer erkennt an der Sprache seinen Nutzer und reagiert auf die Kommandos. Ein sprachgesteuertes Telefon könnte fragen: „Wollen Sie den Anruf entgegennehmen oder darf ich ihn auf Ihr Handy leiten?“ Erste Labormuster dafür existieren bereits. In zwei Jahren könnte die Sprachsteuerung für das gesamte Festnetz der Telekom mit mehr als 8000 Vermittlungsstellen und vierzig Millionen Nutzern verfügbar sein.

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