Gesundheit : Eltern fordern mehr Transparenz bei Zensuren Kultusminister beraten über Pisa / Kommen Bildungsstandards?

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Bundeselternrat und Wirtschaftsverbände haben mehr Transparenz bei der Zensurenvergabe an den Schulen gefordert. Dass dieselbe Leistung an einem Gymnasium einmal mit einer Zwei, im anderen Fall aber mit einer Vier oder Fünf bewertet werde, könne man nicht hinnehmen, sagte Elternratsvorsitzende Renate Hendricks am Donnerstag in Berlin mit Blick auf die Tagung der Kultusminister, die an diesem Tag über die neue Analyse der Schulstudie Pisa beraten wollen.

„Die neuesten PisaErgebnisse zu den krassen Zensuren-Unterschieden machen einmal mehr deutlich, wie dringend wir objektive Leistungsstandards brauchen“, meinte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Dieter Hundt. Auch der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Ludwig-Georg Braun, sagte, nur transparente Standards in allen Bundesländern könnten aus der Misere heraushelfen.

Lehrer dürften Noten nicht nach ihrer subjektiven Einschätzung verteilen, so die Elternratsvorsitzende. Damit werde es zur Glückssache, bei welchem Lehrer und an welcher Schule ein Kind seine Zensuren bekomme. Dass unionsregierte Länder bundesweit gültige Bildungsstandards ablehnen, kritisierte Hendricks als „Kleinstaaterei“.

Unterdessen starteten der Bundesverband der Deutschen Industrie und der Deutsche Philologenverband einen Wettbewerb zu innovativen Unterrichtsmethoden. Lehrer können ihre Konzepte dort einreichen.

Die Kultusminister werden voraussichtlich auch über die Förderung für Kinder mit Sprachproblemen beraten. Es hatte beträchtliches Aufsehen erregt, dass ein Ausländeranteil ab 20 Prozent der Studie zufolge das Leistungsniveau einer Schule deutlich beeinträchtigt. Für das schlechte deutsche Gesamtergebnis bei Pisa sind die ausländischen Schüler aber nicht verantwortlich. rt

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