Gesundheit : Enkephalin: Angst aus Mangel an körpereigenen Opiaten

Angst kann einem Tierexperiment zufolge auch rein biologische Wurzeln haben. Mäuse mit einem Mangel an opiumartigen natürlichen Substanzen im Körper, ganz besonders an einem Stoff namens Enkephalin, erstarren in bedrohlichen Situationen. Sie vermeiden zudem im Hellen jede Bewegung und Aktivität.

Die Forscher um Donald Pfaff von der Rockefeller Universität in New York berichten in den "Proceedings of the National Academy of Sciences" vom Dienstag, dass sie den Zusammenhang zwischen einem Mangel an Enkephalin und furchtsamem Verhalten bei so genannten Knockout-Mäusen nachweisen konnten. Dazu züchteten sie Nager, denen das Gen für Produktion dieses Eiweißstoffes fehlt.

Opiumartige Substanzen wie Enkephalin waren bereits als wichtige Faktoren bei der Steuerung der weiblichen Empfängnisbereitschaft bekannt. Sie erhöhen bei Nagern auch die Lust auf Süßes. Gentechnisch veränderte Mäuse ohne diese Stoffe im Körper reagierten ausgesprochen ängstlich in drei bedrohlichen Situationen, schreiben Pfaff und Kollegen. Außerdem ließen sie keine erhöhte sexuelle Lust oder Verlangen nach Süßem mehr erkennen.

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