Gesundheit : Entdeckung in Tibet: Salzwasser trinkende Kamele entdeckt

Ein britisch-chinesisches Forscherteam hat in den Bergen Tibets eine neue Kamelart entdeckt, die Salzwasser trinkt. Mitglieder der vom UN-Umweltprogramm mitfinanzierten Expedition stellten ihre Ergebnisse auf dem Globalen Umweltminister-Forum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi vor. Sie waren in den abgeschiedenen Kum Tagh-Dünen der chinesischen Xinjiang-Provinz auf rund 600 Exemplare der vom Aussterben bedrohten Tierart gestoßen.

Dort tranken die Wildkamele aus salzhaltigen Quellen am Rande der Wüste. "Die Abgeschiedenheit der Gegend hat die Kamele vermutlich vor dem Aussterben gerettet", erklärte John Hare, Expeditionsleiter und Gründer der "Stiftung zur Rettung des Wildkamels". 300 weitere Exemplare sollen in der mongolischen Gobi-Wüste leben.

Die Kamele, deren genetische Struktur sich nur um drei Prozent von der gezähmter Artgenossen unterscheide, seien "enorm stressresistent", sagte Team-Mitarbeiterin Kate Rae. "Wissenschaftler versuchen nun herauszufinden, wie ihre Leber, Nieren und Lungen das Salz verarbeiten, ohne dass die Wildkamele daran sterben." Bislang leben lediglich 15 Exemplare der vom Aussterben bedrohten Tierart in Gefangenschaft.

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