Gesundheit : Erbanlage für langes Leben entdeckt

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Das Geheimnis für ein langes Leben könnte letztlich in einem noch wenig bekannten Gen sitzen. Zu diesem Schluss kommen Forscher des Salk-Instituts in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien, wie sie im Fachblatt „Nature“ berichten. Bei Experimenten mit Fadenwürmern entdeckten sie demnach ein Gen namens PHA-4, das eine wichtige Rolle für die Dauer des Lebens spielt. Ähnliche Gene gibt es auch beim Menschen.

„Es gibt zwei Hauptwege, um das Leben zu verlängern“, erläuterte der Biologe Hugo Aguilaniu, einer der Autoren der Studie. Einer sei, auf Zellebene die Empfänglichkeit für das blutzuckersenkende Hormon Insulin zu verringern. Der zweite Weg sei die Einschränkung der Nahrungsaufnahme. „Wenn Sie einem Tier nur noch 70 Prozent seines normalen Futters geben, lebt es 20 bis 30 Prozent länger“, sagte Aguilaniu. Bisher sei aber nicht bekannt gewesen, wie dieser Prozess funktioniert. Bei ihren Tests schleusten Aguilaniu und seine Kollegen deshalb mit speziellem Gen-Material veränderte Bakterien in die Würmer ein, die bei diesen das Gen PHA-4 ausschalteten. Wie erwartet, lebten die Würmer dann nicht mehr länger, wenn sie ein reduziertes Nahrungsangebot bekamen. Dies bewies aber noch nicht, dass PHA-4 auch ohne Nahrungsveränderung die Lebensspanne verlängern kann. In einem weiteren Test sorgten die Forscher deshalb dafür, dass das Gen stärker aktiv wurde als normalerweise. „Die Tiere lebten 20 bis 30 Prozent länger“, auch wenn sie normal aßen, sagte der Forscher. Wurde dies mit einer eingeschränkten Nahrungsaufnahme kombiniert, stieg die Lebenserwartung demnach noch weiter. AFP

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