Gesundheit : Ersatz vom Tier

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Herzklappen haben einen schweren Dienst: Sie müssen sich in jedem Jahr etwa 40 Millionen Mal öffnen und schließen. Für den Ersatz einer verengten oder undichten Herzklappe gibt es zwei Möglichkeiten:

Mechanische Klappen werden aus speziellen Kunststoffen hergestellt. Es gibt sie seit rund 40 Jahren und sie werden immer raffinierter. Der große Vorteil: Sie sind robust und haben eine hohe Lebensdauer. Doch an körperfremdem Material können sich Blutgerinnsel bilden, die im schlimmsten Fall zu Gefäßverschlüssen und Schlaganfällen führen. Deshalb muss jeder, der eine mechanische Herzklappe implantiert bekam, sein Leben lang Medikamente nehmen, die die Blutgerinnung hemmen.

Biologische Klappen stammen von Rind und Schwein. Die Gefahr, dass es zu Blutgerinnseln kommt, ist geringer. Wenn alles gut verheilt ist, brauchen Träger biologischer Klappen deshalb keine gerinnungshemmenden Mittel mehr. Der Nachteil: Sie nutzen sich ab und halten nur zehn bis 15 Jahre. aml

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