Gesundheit : "Erster Schritt" zur Rettung der Siedlung?

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Gibt es neue Chancen zur Rettung des Studentendorfs? Der parlamentarische Hauptausschuss lehnte gestern die vom Senat geplante Ausschreibung zum Verkauf ab. Wie es nach der nichtöffentlichen Sitzung hieß, soll erst in einem halben Jahr endgültig entschieden werden. Zustimmung fand nur der Kauf von Museumsräumen der Berlinischen Galerie in Kreuzberg für 23,5 Millionen Mark. Am Dienstag hatte der Senat beschlossen, das Studentendorf doch nicht als Tauschobjekt für das Museum zu verwenden, sondern es separat zu veräußern.

Der Sprecher des bisherigen Kaufinteressenten für das Studentendorf, Willo Göpel von Realprojekt, sieht darin einen "ersten Schritt" zur Aufgabe der Verkaufspläne. Sollte es Ende 2001 zur Ausschreibung kommen, werde sich Realprojekt nicht beteiligen. Gegen "Platzhirsche" der Immobilienbranche könne das relativ kleine Unternehmen nicht bieten. Zunächst werde man die Rechtslage prüfen. Realprojekt habe ja seit Mitte 1998 rund 1,5 Millionen Mark in Vorplanungen investiert und erst vor wenigen Tagen auf Drängen von Senatsbaudirektor Hans Stimmann den Kaufvertrag über 23,5 Millionen Mark geschlossen. Die Abkehr von dem notariell beurkundeten Papier sei "sehr eigenartig und ungewöhnlich". Ironisch meinte Göpel, dass "auf Kaufverträge des Landes Berlin vielleicht künftig Warnhinweise vor unseriösen Geschäftspraktiken gedruckt werden sollten".

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