Gesundheit : EU-Studie beklagt extreme Ausdünnung der Ozonschicht

msb

Die Ozonschicht über Deutschland ist in den vergangenen zwei Jahren um fünf bis sechs Prozent dünner geworden. Dadurch habe sich die Gefahr, an Hautkrebs, Allergien und Augenkrankheiten zu erkranken, erheblich erhöht. Dies teilte die Europäische-Kommission am Dienstag als ein Ergebnis einer von den USA und der EU finanzierten Studie in der Arktis mit. Aufgrund des extrem kalten Winters habe sich die Ozonmenge über der Arktis zeitweilig um 60 Prozent verringert. Zudem werde inzwischen ein Zusammenhang mit dem Treibhauseffekt vermutet: Den Erkenntnissen zufolge verhindern klimaschädliche Gase in der Atmosphäre die natürliche Wiederherstellung der Ozonschicht.

Ein Teil der Ozonschicht werde zwar mit zunehmenden Temperaturen wieder aufgefüllt. Die Studie belege jedoch, dass seit Anfang der achtziger Jahre die Gesamtmenge an Ozon um 15 Prozent zurückgegangen sei. Dadurch sei die Sonneneinstrahlung gefährlicher geworden. Die Ozonschicht mildere schädliche Strahlungen weniger stark ab als zuvor. Allein seit 1997 habe die Hautkrebsrate um sieben Prozent zugenommen, sagte die Sprecherin der Kommission. Im Winter 1999/2000 hatten Experten aus Europa, USA, Kanada, Russland und Japan eine erheblich stärkere Ausdünnung der Ozonschicht in rund 18 000 Metern Höhe festgestellt als im Winter 1998/99. Es sei jedoch kein Loch über der Antarktis gefunden worden wie im Winter 1985. Ein Experte äußerte die Befürchtung, dass das 1987 unterzeichnete Montreal-Protokoll zur Verringerung der Treibhausgase nicht ausreiche, um die Ozonschicht zu stabilisieren.

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