Gesundheit : Europa lockt mit Stipendien

Bulmahn stellt EU-Programm vor

Hermann Horstkotte

„Der gemeinsame Europäische Hochschulraum tritt jetzt im weltweiten Wettbewerb um die besten Köpfe auf“, sagt Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn. Gestern stellte sie in Bonn ein neues EU-Programm vor, das in den nächsten fünf Jahren rund 10 000 Hochschüler mit erstem Abschluss zum Masterstudium ins alte Europa locken soll. Ihnen winkt ein Stipendium von monatlich 1600 Euro. Das Angebot verteilt sich auf zwanzig Studiengänge pro Jahr, die Partnerhochschulen aus drei EU-Ländern als Konsortium anbieten sollen.

Sucht die EU jetzt den Wettbewerb mit den besten Hochschulen der USA? „Es gibt weltweit mehr hochtalentierte Köpfe, als wir in den USA und Europa zusammen ausbilden können“, sagte der Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, Christian Bode, dem Tagesspiegel. Vieles an dem Programm sei aber noch unklar. Welche Chance haben Angebote, die nicht in Englisch unterrichtet werden? Sollen alle neuen Studiengänge gebührenpflichtig sein? Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Peter Gaehtgens, kritisierte die Unterfinanzierung der deutschen Universitäten. Die Leidtragenden seien nicht zuletzt die ausländischen Studierenden.

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