Gesundheit : FH-Rektorenkonferenz: Gleiches Grundgehalt für alle Professoren gefordert

Die Fachhochschulrektoren fordern die gleiche Bezahlung für ihre Professoren wie an den Universitäten. An beiden Hochschularten müsse es künftig das gleiche Grundgehalt geben. Unterschiede dürften sich allein aus der individuellen Leistung in Forschung und Lehre ergeben, sagte der Sprecher der Fachhochschulen in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Professor Erhard Mielenhausen, am Dienstag in Potsdam.

Die jüngst von Forschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) vorgelegten Eckpunkte für ein neues Professoren-Dienstrecht gehen in der Sicht der FH-Rektoren "in die richtige Richtung". Sorge bereite allerdings, ob die Länder die darin angelegte Möglichkeit gleicher Bezahlung an den Hochschularten unterlaufen werden. Das sollte der Bund in seinem Gesetz unterbinden.

Bei den Fachhochschulrektoren ist eine neue Aufbruchstimmung spürbar. Der steigende Bedarf an Arbeitskräften mit Hochschulbildung wird nach ihrer Einschätzung vorwiegend an den Fachhochschulen ausgebildet. Dann müssten auch mehr Studienplätze von den Universitäten an die anwendungsorientierteren Fachhochschulen übertrgen werden. Ziel war bisher ein Verhältnis von 40 Prozent der Studienplätze an der FH zu 60 Prozent an den Universitäten. Bundesweit ist durchschnittlich erst ein Anteil von rund 25 Prozent erreicht.

Für den künftigen Zuwachs setzen die Fachhochschulen auf Marktmechanismen. "Wenn der Staat weiter so den Zuwachs in Wachstumsbereichen an den staatlichen Hochschulen unterbindet, werden private Anbieter diesen Markt für sich erobern", sagte HRK-Vizepräsident und Rektor der FH Bremen, Ronald Mönch. Dies geschehe bereits. So gründe ein Anbieter aus den Niederlanden am Niederrhein eine Hochschule mit dem Schwerpunkt internationale Betriebswirtschaft. Mönch: "Das wollten wir schon lange vorher und haben auch die mehrsprachigen Dozenten dafür. Aber das Ministerium verweigerte die Zustimmung." Wegen des fehlenden Ausbaus müsse in vielen FH-Bereichen ein Großteil der Bewerber abgewiesen werden.

Die Rektoren fordern mehr Flexibilität der Hochschulorganisation. "Wir brauchen alle Freiheiten", meinte Mönch. Die Hochschulen müssten ihre Studiengänge selbst konzipieren und anbieten können, ohne langwierige staatliche Genehmigungsverfahren. Nötig seien auch uneingeschränkte Kooperationsmöglichkeiten zwischen den Hochschulen, Budgethoheit und das Eigentum an den Gebäuden, um sie besser bewirtschaften zu können. Auch Studiengebühren gehören zu diesem Katalog. Doch darüber gehen auch bei den FH-Rektoren die Meinungen auseinander.

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