Gesundheit : FHTW hat neuen Präsidenten

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Berlins mit knapp 10 000 Studierenden größte Fachhochschule, die Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW), hat einen neuen Präsidenten. Der erweiterte Akademische Senat der Hochschule wählte am Montag den 56-jährigen Michael Heine, Professor für Wirtschaftswissenschaften, an die Spitze. Heine erhielt im ersten Wahlgang 20 Stimmen. Der bisherige Präsident der FHTW, der 46-jährige Herbert Grüner, ebenfalls Professor für Wirtschaftswissenschaften, erhielt nur zehn Stimmen. Grüner hatte die FHTW seit 2002 geleitet. Ein weiterer Kandidat, der 46-jährige Thomas Grünewald, ein Historiker, der als Referatsleiter im nordrheinwestfälischen Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung arbeitet, bekam sieben Stimmen.

Heine ist seit 1994 Hochschullehrer an der FHTW und Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften. Der gebürtige Westfale studierte in den siebziger Jahren VWL, Wirtschaftspädagogik und Politologie an der Freien Universität Berlin. Im Anschluss arbeitete er einige Jahre als Lehrer in Berlin, wechselte dann 1985 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Freie Universität. Zwischen 1991 und 1994 war Heine im Referat für Grundsatzangelegenheiten der Wirtschaftspolitik in der Senatsverwaltung für Wirtschaft und Technologie in Berlin tätig, von wo aus er an die FHTW berufen wurde. Zu Heines aktuellen Forschungsschwerpunkten gehört die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die Fiskalpolitik in entwickelten Ökonomien und die Regionalökonomie unter besonderer Berücksichtigung Berlins.

Zur Abwahl Grüners, der das Amt seit 2002 inne hatte, hieß es aus der Hochschule, Grüner habe sich zu wenig aktiv um die Belange der FHTW bemüht und sei auch nicht mit eigenen konzeptionellen Ideen hervorgetreten. Grüner wollte gestern keine Stellungnahme abgeben.

Der Akademische Senat bestätigte die beiden bisherigen Vizepräsidenten im Amt. Der 54-jährige Hans-Herwig Atzorn, Professor für Ingenieurwissenschaften, bekam 26 Stimmen und bleibt Erster Vizepräsident. Klaus Semlinger (53), Professor für Wirtschaftswissenschaften, erhielt 21 Stimmen. Christian Böttger (42), ebenfalls Professor für Wirtschaftswissenschaften, bekam 16 Stimmen.

Die Amtszeit Grüners war begleitet von Bau- und Umzugsplänen: Von derzeit fünf über das Stadtgebiet verteilten Standorten soll die FHTW bis 2009 auf zwei Campi konzentriert werden – in Karlshorst und Oberschöneweide. 6000 Studierende sollen in neue und sanierte Gebäude auf dem ehemaligen AEG-Gelände in Oberschöneweide einziehen. akü/-ry

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