Gesundheit : Fleißige Hände für den Sommer gesucht - Hotline für Hostessen oder Tischabräumer

Oliver Tripp

Noch eineinhalb Monate bis zur Expo. Dann muss Hannover auf 40 Millionen Besucher vorbereitet sein. Um die Riesenausstellung zum Thema Mensch-Natur-Technik am Laufen zu halten, bedarf es nicht nur prominenter Zugpferde wie Herbert Grönemeyer oder Steffi Graf, sondern vor allen Dingen vieler fleißiger Hände. Der Personaldienstleister Adecco, der mit dem Management beauftragt wurde, sucht seit einem Jahr Bewerber für 50 000 Jobs - das entspricht der Bevölkerung einer Kleinstadt von Passau oder Hoyerswerda. Auch für Berliner Studenten ist die Weltausstellung eine gute Chance, in den Semesterferien zu arbeiten, denn die Expo läuft vom 1. Juni bis zum 31. Oktober.

Freie Jobs gibt es noch in der Gastronomie, im Merchandising und bei der Besucherbetreuung. Die Palette reicht von Verkaufshilfe, Tischabräumer, Host/Hostess, Spülkraft und Parkwächter bis zum Dolmetscher und Pavillon-Manager. Die Bewerber sollten eine unbändige Lust verspüren, T-Shirts mit dem Expo-Maskottchen Twipsy zu verkaufen und bei der zehntausendsten Frage nach dem Weg zur Toilette immer noch lächeln können. Weiter verlangt Adecco von Studentinnen und Studenten Flexibilität, Lust auf Teamarbeit und die Kenntnis mindestens einer Fremdsprache.

Für den Job als Tour-Guide wird ein spezielles Training angeboten, das ebenfalls entlohnt wird und auf die Arbeit, über das Gelände zu führen, vorbereitet. Guides und Hostessen für VIPs müssen mindestens eine weitere Fremdsprache beherrschen und Erfahrung im Umgang mit "very importants" haben. Auch hier gibt es eine spezielle Ausbildung. Bewerber können die Telefonhotline anrufen, die Internetseite der Expo aufrufen oder E-Mails an einzelne Bereiche schicken, für die sie bereits besondere Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen.

Alle Tätigkeiten sind sozialversicherungspflichtig und unterliegen einem Tarifvertrag, der zwischen Adecco und der IG Metall abgeschlossen wurde. Die Arbeitszeit beträgt 35 Stunden in der Woche, wobei die Jobbenden Überstunden auf einem Konto sammeln und sie dann entweder durch Zuschläge oder freie Tage ausgleichen. Die Bezahlung der Jobs ist in sieben Gruppen gegliedert und hierarchisch von Küchenhilfen und Garderobenkräften über Hostessen bis zum Supervisor geordnet. Die Stundenlöhne variieren demnach zwischen 13,50 Mark und 25 Mark. Wer länger als drei Monate auf dem Messegelände arbeitet, erhält eine Mark pro Stunde mehr. Der Tarifvertrag legt erstmalig Mindeststandards für eine Großveranstaltung fest.

Die Einsatzdauer muss mindestens einen Monat betragen, kann aber auf das Wochenende beschränkt oder auf den gesamten Zeitraum von fünf Monaten verteilt werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, als Voll- oder Teilzeitkraft beschäftigt zu werden. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter bekommt am Ende des Einsatzes ein Zeugnis ausgestellt, das eventuell an der Uni als Praktikum akzeptiert wird - Interessierte sollten bei der Studienfachberatung nachfragen - oder zumindest bei der nächsten Bewerbung von Vorteil sei kann.

Arbeitswillige Studenten aus Berlin tun gut daran, sich rechtzeitig Freunde in Hannover zu suchen, bei denen sie kostenlos wohnen können. Ansonsten gibt es sowohl von Adecco Hilfe zur Selbsthilfe als auch private Bed & Breakfast-Angebote. Ein Hinweis zur An- und Abreise: Der "official carrier", die Deutsche Bahn AG, hat das Wochenend-Ticket für die Fahrten nach und aus Hannover in der Zeit der Ausstellung aus dem Angebot genommen. Als Alternative bleiben nur das Guten-Abend-Ticket, die Bahncard und das Twen-Ticket. Expo-Jobs im Internet: www.expo2000job.de

Jobs im Merchandising: l.gehant@expo-jobcenter.de

Jobs als Guide: m.ernst@expo-jobcenter.de

Protokoll, Presse, Hostess bei weltweiten Projekten: m.acker@expo-jobcenter.de

Bereich Gastronomie: k.schoenau@expo-jobcenter.de

Tarifvertrag: www.igmetall.de

Adecco-Expo Hotline: Telefon 01805

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