Gesundheit : Forscher entdecken Belege in den Überresten einer 100 000 Jahre alten Mahlzeit

Forscher haben in Südfrankreich eindeutige Belege dafür entdeckt, dass die Neandertaler Kannibalen waren. Wie ein französisch-amerikanisches Team in der jüngsten Ausgabe des US-Wissenschaftsmagazins "Science" (Bd. 286, Nr. 5437, S. 128) berichtet, lagen die in einer Höhle gefundenen menschlichen Überreste inmitten eines Abfallhaufens unter tierischen Knochen - und alle Fossilien zeigen deutliche Spuren, wie sie nur ein gezieltes Schlachten hinterlässt.

"Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass die Tierknochen Überreste einer Mahlzeit sind, dann müssen wir dasselbe zwangsläufig auch von den menschlichen Knochen vermuten", meint Alban Defleur von der Universitée de la Méditerranée in Marseille.

Zwischen 100 000 und 120 000 Jahre alt sind die Fossilien aus einer Höhle bei Moula-Guercy in der Region Ardèche. Insgesamt 78 Neandertaler-Knochen wurden hier seit 1991 gefunden, die von mindestens sechs Individuen stammen, darunter zwei Erwachsene, zwei Teenager und zwei sechs bis sieben Jahre alte Kinder.

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