Gesundheit : Forscher sind zu neuen Erkenntnissen über urzeitliche Fischsaurier gelangt

Fischsaurier hatten die größten bisher bei Wirbeltieren bekannten Augen. Mit Durchmessern von 22 Zentimetern und mehr waren ihre Augen so groß wie Wassermelonen.Die Meerestiere waren zudem sehr gute Taucher, die vermutlich Tiefen bis zu 600 Metern erreichten. Zu diesen Ergebnissen kommt ein kanadisch-amerikanisches Forscherteam nach der Analyse von Knochen und Augenhöhlen der vor rund 90 Millionen Jahren ausgestorbenen Tiere.

Ryosuke Motani, der gerade am Royal Ontario Museum in Toronto arbeitet, und seine Kollegen stellten ihre Studie im Wissenschaftsmagazin "Nature" (Bd. 402, S. 747) vor. Motani vermutet, dass es Saurier mit noch größeren Augen gegeben haben könnte. In Kenntnis dessen, dass die Leistungsfähigkeit eines Auges auch von seiner Größe abhängt, folgern die Wissenschaftler, dass die Fischsaurier weitaus bessere Augen besaßen als die heute lebenden, über zwanzig Meter langen Blauwale. Deren Augen durchmessen nicht mehr als 15 Zentimeter. Möglicherweise waren die Augen der Fischsaurier ähnlich lichtempfindlich wie die von Katzen. Die Fischsaurier konnten damit wohl das schwache Leuchten vieler Tiefseebewohner wahrnehmen und diese Tiere jagen.

An den Knochen der Fischsaurier fanden die Wissenschaftler außerdem Anzeichen dafür, dass die Tiere gelegentlich unter der "Taucherkrankheit" litten. Die Fischsaurier überschritten scheinbar gelegentlich die Tauchtiefe, an die sie am besten angepasst waren. Die "Taucherkrankheit" ist allerdings eine nur von menschlichen Tauchern bekannte Erscheinung, die bei Meerestieren normalerweise nicht auftritt.

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