Gesundheit : Forschungszentrum: Ein Ring für Karlsruhe

Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn hat am Forschungszentrum Karlsruhe eine neue Synchrotronstrahlungsquelle eingeweiht. Mit der Strahlung sollen die Mikrofertigung und die zerstörungsfreie Materialuntersuchung vorangetrieben werden. Die 70 Millionen Mark teure und zur Hälfte von Bund und Land finanzierte Großanlage ist für wissenschaftliche und industrielle Zwecke ausgelegt.

In einem Synchrotronring werden Elementarteilchen wie Elektronen oder Protonen auf einer kreisförmigen Bahn auf sehr hohe Energien beschleunigt. Die Elektronen bewegen sich beinahe mit Lichtgeschwindigkeit im Hochvakuum. So wie ein schnelles Auto in der Kurve Bremsspuren hinterlässt, erzeugen auch die Elektronen bei der Ablenkung im Magnetfeld eine elektromagnetische Strahlung, die Brems- oder Synchrotronstrahlung.

Ministerin Bulmahn bezeichnete die neue Strahlungsquelle namens "Anka" als "Erfolg versprechendes Modell der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft". Sie sei bewusst als wirtschaftlicher Betrieb geplant worden, der möglichst bald schwarze Zahlen schreiben solle.

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