Gesundheit : Fragen und Antworten Über die Heilwirkung der Präparate bis zu Zuzahlungen

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Phytotherapie – was ist das?

Der Pflanzenexperte Volker Fintelmann definiert Phytotherapie als „Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten und Befindensstörungen durch Pflanzen und Pflanzenteile wie Blatt, Blüte, Wurzel, Frucht oder Samen und deren Zubereitungen“. Die Heilwirkung wird der ganzen Pflanze oder einem Extrakt aus ihr, nicht aber einem isolierten, chemisch definierten Inhaltsstoff zugeschrieben.

Wogegen hilft es?

Das Spektrum der Anwendungsbereiche ist groß. Keines der Mittel kann jedoch den Anspruch erheben, gegen schwere Ausprägungen von Krankheiten allein zu helfen. Wenn eine notwendige Therapie mit synthetischen Medikamenten dadurch verhindert wird, ist der Einsatz von Phytopharmaka als Kunstfehler anzusehen.

Was kostet es?

Phytopharmaka sind in Deutschland bisher meist ohne Rezept zu erwerben. Laut Gesundheitsmodernisierungsgesetz dürfen deshalb auch die bisher erstattungsfähigen Mittel nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt werden. Eine Liste von Ausnahmen wird für April erwartet. Das „Komitee Forschung Naturmedizin“, ein Zusammenschluss forschender Phytopharmahersteller, weist allerdings ganz pragmatisch darauf hin, dass im Einzelfall die Zuzahlungen beim Kauf verordnungsfähiger Präparate den Kaufpreis eines rezeptfreien Mittels überschreiten könnten. Preisbeispiel: Bei apothekenpflichtigen Johanniskraut-Präparaten kostet die durchschnittliche Monats-Dosis zwischen 10 und 20 Euro.

Welche Nebenwirkungen hat es?

Wie alle wirksamen Substanzen können auch aus Pflanzen gewonnene Präparate unerwünschte Wirkungen haben und Wechselwirkungen mit anderen Mitteln zeigen. Ein Beispiel sind allergische Reaktionen. aml

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