Gesundheit : Franklin ganz vorn

Neues Ranking: Dahlems Vorklinik besser als Mitte

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Die von der Schließung bedrohte Vorklinik des Benjamin-Franklin-Klinikums gehört zu den Einrichtungen in Deutschland, an denen Studenten am besten lernen können. Das besagt ein neues Ranking des „Deutschen Ärzteblatts“. Demnach kommen nirgendwo in Deutschland mehr Medizin-Studierende erfolgreicher durch das Grundstudium als an der Franklin-Vorklinik. Das Franklin-Klinikum ist der Campus der Charité, der zur Freien Universität gehört. Auf den dritten Platz unter den 36 deutschen Vorkliniken kommt das Franklin-Klinikum, wenn es darum geht, möglichst viele Studenten in der Regelstudienzeit von vier Semestern zum erfolgreichen Abschluss des Medizin-Grundstudiums zu führen.

Für das Ranking verglichen Wissenschaftler der Uni Hamburg die Zulassungszahlen der Hochschulen mit den Ergebnissen der ärztlichen Vorprüfung, dem Physikum. In der Vorklinik belegen die Studenten theoretische Grundlagenkurse wie Anatomie, Physiologie oder Chemie und Physik. Vor kurzem erst hatte der Senat gegen den Willen der Charité beschlossen, die Vorklinik in Dahlem zu schließen und an den Charité-Campus Mitte zu verlagern, der zur Humboldt-Universität gehört. Bislang teilen sich beide Standorte die vorklinische Ausbildung der Studenten.

Der Campus Mitte schneidet nun in dem Ranking deutlich schlechter ab als das Franklin-Klinikum. Mitte liegt bei der Gesamtzahl der erfolgreichen Studenten im Grundstudium nur in der Schlussgruppe. Ins Mittelfeld rückt Mitte bei den erfolgreichen Studierenden in der Regelstudienzeit vor.

Neben der Franklin-Vorklinik gehören Freiburg, Würzburg und Marburg zur deutschen Spitzengruppe, an der überdurchschnittlich viele Studierende das Physikum bestehen, und das auch noch vergleichsweise schnell. Zu den Schlusslichtern gehören Mainz, Magdeburg, Rostock und Greifswald sowie überraschend auch die Ludwig-Maximilians-Universität in München. An diesen Unis ist die Abbrecherquote vergleichsweise hoch, und die erfolgreichen Studenten brauchen zudem eher lange bis zum Physikum. tiw

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